Betrüger versuchen Energieausweise anzudrehen

12.10.2017
Frau am Telefon bei Dunkelheit

Die Verbraucherzentrale Hessen und das Energieberatungs-Netzwerk in Stadt und Landkreis Gießen warnen vor einer neuen Telefonmasche. Dabei melden sich Anrufer meist bei älteren Bürgerinnen und Bürgern mit einem unerlaubten Werbeanruf und behaupten, es sei jetzt gesetzlich vorgeschrieben, dass Eigenheimbesitzer einen Energieausweis benötigen oder dass dieser geprüft werden müsse. Im Anschluss versuchen die Anrufer, einen Termin zu vereinbaren, um dann in einem persönlichen Gespräch weitere Verträge anzudrehen.
Bei den Verbraucherzentralen - insbesondere im Raum Frankfurt - wurde über mehrere Fälle berichtet.

Richtig ist: nicht jeder Eigenheimbesitzer benötigt einen Energieausweis. Nur Immobilienbesitzer, die ein Haus verkaufen oder eine Wohnung neu vermieten, brauchen einen Energieausweis!

„Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Betrüger an der Haustür versuchen, weitere Verträge abzuschließen, beispielsweise zum Einbau neuer Fenster. Wir empfehlen den Verbrauchern, sich nicht verunsichern zu lassen und auf keinen Fall darauf einzugehen“, so Beate Barczyk, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Hessen. Eigentümer, die an einer Energieberatung interessiert sind oder Fragen zum Energieausweis haben, können sich bei der Verbraucherzentrale oder beim Umweltamt der Stadt Gießen melden und einen persönlichen oder telefonischen Beratungstermin vereinbaren.
Das Umweltamt der Stadt Gießen verweist auf das Energieberatungs-Netzwerk in Stadt und Landkreis Gießen. Dort findet man unter „Netzwerkpartner Verbraucherzentrale Hessen“ die Öffnungszeiten der Gießener Verbraucherzentrale, und falls tatsächlich ein Bedarf für ein Energieausweis besteht, auch unter „Netzwerkpartner- zertifizierte Energieberater“ eine Liste mit seriösen Energieberatern im Raum Gießen!

Keinen Termin vereinbaren und keinen Zutritt gewähren

Die Verbraucherzentrale Hessen und das Umweltamt raten allen betroffenen Verbrauchern auf die Anrufer nicht einzugehen, keinen Termin zu vereinbaren und das Gespräch möglichst schnell zu beenden. Auf keinen Fall sollte die Tür geöffnet werden. Sollten Unterlagen zugeschickt werden – beispielsweise Auftragsbestätigungen oder Zahlungsaufforderungen – kann der Verbraucher von seinem Widerrufsrecht Gebrauch machen.

Das Umweltamt und die Verbraucherzentrale legen allen Betroffenen nahe, den Vorfall bei der Polizei zur Anzeige zu bringen und den unerlaubten Werbeanruf bei der Bundesnetzagentur zu melden.

 

Quelle: Verbraucherzentrale Hessen






 

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