Dr. Philipp Erbentraut Preisträger des Wilhelm-Liebknecht-Preises

12.10.2017
Wilhelm Liebknecht,  Porträt

Mit der Verleihung des Wilhelm-Liebknecht-Preises würdigt der Magistrat der Universitätsstadt Gießen die hervorragende Arbeit von Dr. Philipp Erbentraut zum Thema „Theorie und Soziologie der politischen Parteien im deutschen Vormärz 1815-1848“.

Zum Andenken an Wilhelm Liebknecht – geb. am 29.03.1826 in Gießen, gest. am 07.08.1900 in Charlottenburg, Reichstagsabgeordneter und Mitbegründer der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands – hat die Universitätsstadt Gießen den mit 2.500 € dotierten Wilhelm-Liebknecht-Preis gestiftet. Der Preis wird für hervorragende geschichtliche und sozialwissenschaftliche Publikationen verliehen, die sich den sozialen Grundlagen zum Aufbau und zur Sicherung demokratischer Gemeinwesen widmen.

Mit der Entscheidung folgt der Magistrat dem Vorschlag des Auswahlgremiums, das aus Vertreterinnen und Vertretern der Justus-Liebig-Universität, des Oberhessischen Geschichtsvereins, der Oberbürgermeisterin und von den in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien benannten Personen besteht.

Die Verleihung des Preises erfolgt im Rahmen einer öffentlichen Feierstunde am 12. November 2017 um 11.00 Uhr im Wilhelm-Liebknecht-Haus (Leimenkauter Weg 16, 35398 Gießen). Zu dieser sind alle Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich eingeladen.

Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz begründete die Entscheidung des Auswahlgremiums mit dem hohen Niveau der Arbeit Erbentrauts. In seiner Arbeit zeige Erbentraut, dass es im deutschen Vormärz entgegen vieler etablierter Einschätzungen eine positive und elaborierte Parteientheorie gegeben habe, der ein modernes Parteienverständnis zugrunde lag. Die Arbeit sei innovativ und widerlege fundiert eine bis dahin dominierende und zentrale politikwissenschaftliche Annahme. Nicht zu unterschätzen sei auch die immense Quellenarbeit, die der Verfasser geleistet habe.

Insgesamt entspreche die Arbeit in besonderem Maße den Ausschreibungskriterien des Wilhelm-Liebknecht-Preises, so Grabe-Bolz.

 







 

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