Eingriffe in Natur und Landschaft

Neuschaffung von Wohnfläche im Gebiet

Wo Menschen leben, bauen oder ihre Freizeit verbringen, kommt es zu Veränderungen von Natur und Landschaft. Diese Veränderungen können die Lebensverhältnisse der wild lebenden Tiere und Pflanzen negativ beeinflussen. Das Naturschutzrecht spricht dann von einem Eingriff.

Um die Eingriffe in die Lebensverhältnisse von Tieren und Pflanzen in Grenzen zu halten, sind viele Veränderungen von Flächen genehmigungspflichtig. In solchen Fällen arbeitet die Untere Naturschutzbehörde mit anderen Behörden zusammen,z.B. mit der Bauaufsichtsbehörde bei Baugenehmigungen, mit dem Stadtplanungsamt bei Bebauungsplänen und mit den Wasserbehörden bei wasserrechtlichen Genehmigungen. Sie prüft die Stärke des Eingriffs und empfiehlt Maßnahmen zur Reduzierung der Eingriffe. Außerdem legt sie sogenannte Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen fest, die dazu dienen sollen, für die betroffenen Tiere und Pflanzen Ersatzlebensräume zu schaffen. 

Sind keine Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen möglich, wird von der Unteren Naturschutzbehörde eine Ersatzzahlung festgelegt. Mit diesem Geld legt die Untere Naturschutzbehörde dann neue Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen an.