Lokale Agenda 21 – Was ist das?

Die besondere Form der Bürgerbeteiligung

HintergrundMit der Agenda 21 haben 1992 auf dem UN-Gipfeltreffen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro über 170 Staaten ein internationales Abkommen für ein Aktionsprogramm mit dem Ziel verabschiedet, wirtschaftliche und soziale Entwicklung dauerhaft in Einklang mit Umwelt- und Naturschutz zu bringen, d.h. eine nachhaltige Entwicklung anzustreben.

Nur wenn viele Menschen auf vielen Ebenen aktiv werden, sind globale Programme wirksam. Deshalb haben auch die Kommunen dort den Auftrag erhalten (Kapitel 28 der Agenda 21), im Dialog mit ihren Bürgern, örtlichen Organisationen und der Privatwirtschaft eine kommunale Agenda 21 zu erarbeiten. Bürgerinnen und Bürger können sich so mit Ideen und konkreten Projekten an einer nachhaltigen Stadtentwicklung beteiligen.

Das Besondere an dieser Art des bürgerschaftlichen Engagements ist die Beschlussfassung im Konsens, d. h. Beschlüsse können nur gefasst werden, wenn es keine Gegenstimmen gibt. Das erfordert einen intensiven Austausch aller Beteiligten und ein Sich-Aufeinander-Einlassen und Aufeinander-Zugehen.

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Gießen hat 1998 beschlossen, eine Lokale Agenda 21 Gießen aufzustellen. Damit fiel der Startschuss für den Beteiligungs-Prozess in Gießen. Gemeinsam haben Interessierte, die Politik und die Stadtverwaltung ein Leitbild der Lokalen Agenda 21 für eine nachhaltige Stadtentwicklung erarbeitet, das 2001 von der Stadtverordnetenversammlung verabschiedet wurde. Im Lauf der Zeit haben sich immer mehr Interessierte in Lokale Agenda 21-Gruppen zusammengefunden und arbeiten dort aktiv zu verschiedenen Themenschwerpunkten.
Aufstellung der Lokalen Agenda 21 - Stadtverordnetenbeschluss 19.03.1998 (PDF, 1 MB)
Leitbild der Lokalen Agenda 21 für eine nachhaltige Stadtentwicklung (PDF, 2 MB)


Alle Veranstaltungen im Rahmen der Lokalen Agenda 21 sind öffentlich, jede/r ist jederzeit herzlich willkommen. Die Termine finden Sie hier.